Mirko Bott 2012 “Die schöne Galathée”, Engelsaal Hamburg Premiere im Oktober 2009 Musikalische Leitung: Herbert Kauschka  Buch & Regie: Mirko Bott, Choreographie: Benjamin Zobrys  Bühnenbild: Ulrich Schröder, Kostüme: Manuela Schröder  mit: Claudia, Goldbach, Julia Sextl, Madou Elabib, Alexander Grimm, Stefan Linker, Tom  Wodak u. a.  Hamburger Morgenpost: “Wein, Weib und Gesang im Engelsaal: Franz von Suppés  Operette "Die schöne Galathée" entführt uns ins antike Griechenland, wo sich Menschen und  Götter noch die Hand und manchmal sogar Küsse gaben. Doch als Liebesgöttin Venus (Julia  Sextl) kurzerhand die betörende Statue Galathée (Claudia Goldbach) zum Leben erweckt,  bricht der Hormonspiegel der Männerwelt alle Dämme und der stimmstarke Bildhauer  Pygmalion (Madou Elabib) vergeht vor Eifersucht. Wer schöne Stimmen, schräges Personal  und putzige Regieeinfälle liebt, sollte sich diese turbulente Inszenierung von Mirko Bott (...)  nicht entgehen lassen.“  Die Welt: “Eigentlich liegen zwischen Bayreuths Grünem Hügel und Hamburgs güldenem  Engel-saal Welten. Richard Wagners Mythenschwere und Karl-Heinz Wellerdieks Operetten-  seligkeit scheidet ein tiefer, natürlicher Graben. Nun hat Mirko Bott, der für Oper und Operette aufrichtig schwärmt, am Valentinskamp “Die schöne  Galathée” in Szene ge-setzt. Und da der Operetteneinakter des Franz von Suppé sich lustvoll parodierend der griechischen Mythologie annimmt,  liegt es nah, in einer heutigen Bearbeitung noch ein paar Schichten draufzusetzen. Schließlich waren Wagner und Suppé Zeitgenossen, und beide  waren Göttersagen zugetan. Weil nun in Wagners "Tannhäuser" wie in von Suppés Operette eine Dame namens Venus ihre Liebesdienste anbietet,  verschaltet Mirko Botts Inszenierung beide Werke zu einem Mythenmix, in dem klassischer Kanon und kulinarische Klamotte eine köstliche  Melange eingehen. Venus, der Julia Sextl ihren betörend üppigen Sopran leiht, erweckt hier also nicht nur die Statue der Nymphe Galathée  (Claudia Goldbach) zum Leben, sondern liefert sich mit Bildhauer Pygmalion (Madou Elabib als gefühlechtes Imitat eines Heldentenors) auch jenen  vokalen Schlagabtausch, der sonst nur in Wagners Partitur steht. Galathée-Verehrer Mydas (angemessen tuntig: Stefan Linker) wohnt dem wilden  Treiben als Verschnitt aus Rudolf Moshammer und König Ludwig II. bei. Keine Geringere als Nana Mouskouri tritt schließlich gegen Frau Venus  zum finalen Zickenkrieg der Diven an. Wundervoll.”  Foto: Stefan Malzkorn