Mirko Bott 2012“Die Fledermaus”, Engelsaal HamburgPremiere im Oktober 2008Musikalische Leitung: Herbert KauschkaBuch & Regie: Mirko BottBühnenbild: Ulrich Schröder, Kostüme: Manuela Schrödermit: Julia Sextl, Hendrik Lücke, Madou Elabib, Annette Regnitter, Philip Lüsebrink, AlexanderGrimm, Karl-Heinz Wellerdiek, Joana Zóneva, Tom Wodak u. a.Hamburger Morgenpost: “Hingehen! Unbedingt hingehen! Und am besten alle Freundemitnehmen: Denn diese "Fledermaus" im Engelsaal drückt sich weder um den musikalischennoch um den szenischen Witz der sattsam bekannten Operettenfiguren, noch droht eineInvasion von Gags auf Schenkelklopfer-Niveau. Nein, Regisseur Mirko Bott hat den Strauß-Klassiker behutsam und mit ebenso vielen kleinen Anspielungen wie zweideutig-eindeutigemHumor ins Hamburg unserer Tage verlegt. (...) Bott lässt das Ensemble spielen - mit so vielLust am Detail und Liebe zum Genre, dass Staunen und Lachen kein Ende finden. (...) Andiesem Abend wächst offenbar ein jeder über sich hinaus. (...)“Die Welt: “Hamburgs Musiktheatergeschichte birgt manchen Schatten, denn die Mutter derleichten Muse wurde lange sträflich vernachlässigt. Im schmucken Engelsaal am feinenValentinskamp jedoch vermag es Karl-Heinz Wellerdiek seit über drei Jahren, die burleske Welt der Operette mit dem Enthusiasmus des wahrenÜberzeugungstäters wieder zu beleben. (...) Wellerdieks jüngster Coup ist "Die Fledermaus", die am Donnerstag ihre wild umjubelte Premierefeierte. Das Meisterstück der Wiener Operette hat er Mirko Bott anvertraut, der als Programmchef des Schmidt Theaters und des Schmidt Tivoliwohl weiß, wie man pointenreich freche Dialoge schreibt und rasant in Szene setzt. Der Kollege vom Kiez hat dazu Johann Strauß' melodienseligenEdelstein erstmal in seine Einzelteile zerlegt, um diese sodann nach allen Regeln des Volkstheaters effektvoll zu einer funkelnden Hamburgensiezusammenzukleben. (...) Grandios überzeichnet Bott die Charaktere, entstellt sie zur Kenntlichkeit, wozu ihm auch die im Schmidts erprobteTravestie taugt: Dr. Falke erscheint als olle Tante Ida bei Orlowsky, um dort dem Prinzipal, der höchstselbst den hier mächtig aufgewerteten Froschals Vollzugsbeamten aus Santa Fu gibt, Avancen zu machen: "Auf einer alten Fregatte lernt man segeln." Nicht nur Augen-, sondern auchOhrenweide ist die Rosalinde der Julia Sextl mit ihrem obertonreich strahlender, stupenden Sopran: die schönste Stimme eines glorreichenOperetten-Abends.”“Foto: Engelsaal