Mirko Bott 2012 “Bei Emmy Göring zum Tee”, Polittbüro Hamburg Premiere im Januar 2005  Buch: Mirko Bott  Regie: Marcus Lachmann  mit: Emmi & Herr Willnowsy  Hamburger Morgenpost: “(...) Lisa Politt und Gunther Schmidt drohten 250000 Euro  Ordnungsgeld, sollten sie die Premiere des neuen Emmi & Willnowsky-Stücks "Bei Emmy  Göring zum Tee" in ihrem Haus verhindern. So hatte ein Gericht zwei Stunden zuvor  entschieden, und das Polittbüro beugte sich. 250000 Euro, dafür lässt sich eine Menge  Schampus kaufen. Tee auch, aber den brauchte niemand an diesem schrägen Abend: Nicht  Emmy Göring (Christoph Dompke alias Frau Emmi), nicht ihr russischer Sklave Valentin  (Christian Willner alias Herr Willnowsky) und schon gar nicht die Schar verblichener Nazi-  Potentaten, in deren Kreis Emmy Göring sich damals immer so wohl fühlte. (...) es lässt sich  trefflich gruseln über die Wortkaskaden. (...) Dass mit den Mitteln des Radau-Kabaretts die  Vergangenheitsverdrängung aufgearbeitet wird, ist durchaus neu. Eine riskante Gratwanderung,  die dank des rasanten Buches von Mirko Bott glänzend gelingt. (...) Langanhaltenden Jubel  gabs am Ende - und als einziges leibhaftiges Buh stand vorn am Tresen die grollende  Hausherrin Lisa Politt und schenkte ihren vom Gericht erzwungenen Gästen ein."  Hamburger Abendblatt: “(...) Theaterleiterin Lisa Politt kamen kurz vor der Premiere Bedenken, "daß die Leute über den Holocaust lachen lernen  sollten". Obwohl ihr Buch und Inszenierung bekannt waren, setzte sie die Aufführung ab (...) die Autorin Peggy Parnaß, selbst als Jüdin in der Nazi-  Zeit verfolgt, meinte: "Für mich ist der Abend keine Verharmlosung, sondern eine ironische Aufspießung."  FAZ: “(...) Das Premierenpublikum klatschte (laut dpa) „lang anhaltenden Beifall“: einer Nazisse Emmy, die zusammen mit ihrem privaten russischen  Kriegsgefangenen den 111. Geburtstag feiert, wozu Hitler per Telefon aus Argentinien gratuliert, worauf Beckmann und Kerner die „erste Frau im  Reich“ in ihre Talkshow einladen - welch letzteres der ganzen Sache wiederum einen geradezu bestürzend unsatirischen Realitätsbezug gibt. (...)  Die Theaterchefin, die offenbar noch nie absurd-gescheit mit Chaplin, Lubitsch und Tabori oder geschmacklos-dumm mit Schlingensief über die  Nazis gelacht hat, sieht das anders (...)”